Zecken – das sollten Sie wissen

www.zecken.de
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Die bei uns heimische Zecke (Holzbock, lat. Ixodes ricinus) ist bei feuchtem und warmem Wetter aktiv. Sie sitzt auf Gräsern, Zweigen oder losem Laub und wartet ab. Kommt ein geeignetes „Opfer“ vorbei, lässt sich die Zecke abstreifen und klammert sich am Wirt fest. An einer gut durchbluteten Stelle sticht sie dann zu und beginnt Blut zu saugen.

Zecken können durch ihren Stich unterschiedliche Krankheiten übertragen.

Die Frühsommer-Meningo-Encephalitis, kurz FSME, ist eine von Viren verursachte Entzündung des Gehirns. FSME kann nicht gezielt medikamentös behandelt werden, es existiert allerdings eine FSME-Schutzimpfung. Empfohlen wird die Impfung allen Erwachsenen und Kindern, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten.

Borreliose ist eine oft unerkannte bakterielle Infektion. Man schätzt, dass bis zu 35 % der Zecken den Erreger tragen. Gegen Borreliose gibt es keine Schutzimpfung, sie kann jedoch mit speziellen Antibiotika behandelt werden. Ein wichtiges Indiz für eine Infektion  ist eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle. Gefürchtet sind vor allem die Spätfolgen einer unerkannten Borrelien-Infektion wie starke Schmerzen, Herzprobleme oder Gelenkentzündungen.

So können Sie Zeckenstiche vermeiden:

  • Halten Sie sich möglichst nicht in hohem Gras oder Unterholz auf.
  • Tragen Sie geschlossene, am besten helle Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen.
  • Tragen Sie ein geeignetes Repellens (Insekten- und Zeckenabwehrmittel) auf. Hierzu beraten wir Sie gerne.

Eine Zecke hat Sie gestochen – was nun?

  • Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich und desinfizieren Sie danach die Einstichstelle.
  • Zum Entfernen sollten Sie nur geeignete Hilfsmittel verwenden, die die Zecke nicht quetschen – sonst besteht die Gefahr, dass die Zecke eventuell infizierten Darminhalt in die Wunde abgibt. Es gibt mittlerweile verschiedene geeignete Hilfsmittel auf dem Markt, darunter Zeckenpinzetten, Zeckenkarten und Zeckenschlingen. Gerne suchen wir für Sie das Passende heraus.
  • Früher oft propagierte Methoden wie das Entfernen mit Klebstoff, Öl oder auch das Entfernen mit den Fingern sollten nie angewendet werden – durch diese Methoden steigt das Risiko einer Infektion enorm an.

Wichtig: Treten nach dem Stich grippeähnliche Symptome und/oder eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Wir wünschen Ihnen einen gesunden und erholsamen Sommer!

 

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